Programm
Wie wollen Sie das für die nächsten Jahre erwartete Haushaltsdefizit ausgleichen?
Ein Haushaltsdefizit lässt sich nicht durch kurzfristige Einsparungen allein lösen, sondern nur durch klare Prioritäten und eine langfristige Strategie. Für uns gilt: erst prüfen, dann entscheiden, dann investieren.
Wir wollen alle laufenden Ausgaben kritisch hinterfragen, Doppelstrukturen abbauen und Projekte zeitlich strecken, wo es finanziell sinnvoll ist. Gleichzeitig müssen wir die Einnahmeseite der Stadt stärken – nicht durch immer neue Belastungen für Bürger oder Betriebe, sondern durch eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung.
Mit unserem Ansatz „Silicon Babenhausen“ wollen wir neue Wege gehen: moderne Arbeitsplätze, IT-nahe Unternehmen, Start-ups und innovative Dienstleistungen gezielt ansiedeln und fördern. Dieser Bereich wurde in Babenhausen bisher kaum entwickelt, bietet aber große Chancen für nachhaltige Gewerbesteuereinnahmen.
Dabei ist uns wichtig: Die bestehende, klassische Wirtschaft – Handwerk, Einzelhandel, Mittelstand – bleibt ein zentraler Pfeiler unserer Stadt und wird ausdrücklich mitgedacht und gestärkt. Zukunft entsteht nicht durch Verdrängung, sondern durch Ergänzung.
Unser Ziel ist ein stabiler Haushalt mit Augenmaß – solide finanziert, wirtschaftlich breiter aufgestellt und auch in den kommenden Jahren tragfähig.
Wie stehen Sie einem möglichen Neubau der Stadthalle gegenüber?
Wir stehen grundsätzlich für den Neubau der Stadthalle in der Innenstadt. Begegnungen brauchen Raum – für Vereine, Kultur, Ehrenamt und das gesellschaftliche Leben in Babenhausen. Eine lebendige Stadt braucht einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können.
Gleichzeitig ist ein solcher Neubau eine große Verantwortung. Deshalb muss das Konzept von Anfang an passen: inhaltlich, städtebaulich und wirtschaftlich. Die Stadthalle muss vielseitig nutzbar, zukunftsfähig und realistisch im Betrieb sein.
Für uns ist klar: Kosten, Fördermittel und Folgekosten müssen transparent, nachvollziehbar und klar gedeckelt sein. Ein Neubau darf die Stadt nicht dauerhaft finanziell belasten. Förderprogramme müssen konsequent genutzt werden, und der laufende Betrieb muss langfristig tragbar sein.
Unser Ansatz ist deshalb: Ja zur Stadthalle – aber mit einem durchdachten Konzept, klaren Zahlen und Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.
Abgesehen von den Finanzen – was ist die wichtigste Aufgabe in den nächsten fünf Jahren?
Die wichtigste Aufgabe ist es, den Zusammenhalt in Babenhausen zu stärken und die Stadt zukunftsfest zu machen. Dazu gehören funktionierende Infrastruktur, attraktive Angebote für Familien, Vereine und Senioren sowie eine moderne Verwaltung, die für die Bürger da ist – nicht umgekehrt.
Besonders wichtig ist uns, dass Babenhausen für junge Menschen, Familien und Unternehmen attraktiv bleibt: mit guter Betreuung, sicheren Wegen, digitalen Lösungen und einem lebendigen Stadtleben.
Nur wenn sich die Menschen hier langfristig wohlfühlen, bleibt unsere Stadt lebendig und stark.
Was unterscheidet Sie grundsätzlich von der politischen Konkurrenz in Babenhausen?
Wir stehen nicht für Parteipolitik, sondern für Sachpolitik. Die GFB ist unabhängig, nicht ideologisch festgelegt und nicht an übergeordnete Parteistrukturen gebunden.
Entscheidungen sollen bei uns nicht danach getroffen werden, von wem ein Vorschlag kommt, sondern ob er gut für Babenhausen ist. Wir hören zu, binden Fachwissen ein und suchen Lösungen, statt Schuldige.
Unser Anspruch ist es, Politik wieder näher an die Menschen zu bringen – transparent, nachvollziehbar und mit echtem Dialog.
Nah dran. Sachlich. Gemeinsam für Babenhausen.
Wir sind eine unabhängige Wählergruppe – frei von Parteipolitik, fest verwurzelt vor Ort. Babenhausen steht vor besonderen Herausforderungen: ein angespannter Haushalt, wirtschaftlicher Wandel und ein spürbarer Investitionsstau. Wir wollen diese Probleme nicht aussitzen, sondern mit frischen Ideen, Mut zur Entscheidung und gesundem Menschenverstand anpacken.
Unsere Grundsätze
- Sachpolitik statt Parteipolitik: Wir entscheiden nach Fakten und Nutzen für die Gemeinde.
- Bürgernähe: Zuhören, erklären, mitnehmen – Politik auf Augenhöhe.
- Transparenz & Fairness: Offene Entscheidungsprozesse, klare Kommunikation.
- Nachhaltigkeit: Heute verantwortungsvoll handeln für morgen.
1. Solider Haushalt & handlungsfähige Verwaltung
- Ehrliche Analyse der Haushaltslage statt Schönrechnerei
- Neue und kreative Lösungsansätze für defizitäre Haushalte
- Priorisierung von Investitionen nach langfristigem Nutzen für die Stadt
- Effizientere Verwaltungsabläufe und sinnvolle Digitalisierung
- Transparente Haushaltsentscheidungen und klare Kommunikation gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern
2. Wohnen, Bauen & Ortsentwicklung
- Bezahlbarer Wohnraum für Familien, Senioren und junge Menschen
- Maßvolle Nachverdichtung statt ungezügelter Flächenversiegelung
- Leerstände aktivieren und die Kernstadt und alle Ortsteile stärken
3. Umwelt, Klima & Mobilität
- Schutz von Natur- und Erholungsräumen
- Ausbau erneuerbarer Energien im Einklang mit der Gemeinde
- Energiesparmaßnahmen an kommunalen Gebäuden
- Sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer
4. Familie, Bildung & Soziales
- Gute Ausstattung von Kitas, Schulen und Betreuungseinrichtungen
- Verlässliche Angebote für Familien und Alleinerziehende
- Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
- Unterstützung für Seniorinnen und Senioren
- Förderung von Inklusion und sozialem Zusammenhalt
5. Wirtschaft, Handwerk & Landwirtschaft stärken
- Stärkung des örtlichen Gewerbes als Schlüssel für eine bessere Haushaltslage
- Keine Erhöhung der Gewerbesteuer – unsere Betriebe sind Partner, keine Melkkühe
- Zeitgemäße Investitionen in Gewerbeflächen, Infrastruktur und Digitalisierung
- Aktive Wirtschaftsförderung und bessere Vernetzung von Verwaltung und Betrieben
- Unterstützung von Handwerk, Landwirtschaft und regionaler Direktvermarktung
6. Gemeinschaft, Ehrenamt & Räume für Begegnung
- Gemeinschaft braucht Raum: Aufholen des Investitionsstaus in Vereinsheimen und öffentlichen Treffpunkten
- Erhalt, Sanierung und sinnvolle Weiterentwicklung bestehender Gemeinschaftsräume
- Verlässliche Unterstützung für Vereine und ehrenamtliches Engagement
- Orte der Begegnung für alle Generationen schaffen und beleben
7. Jugend & Beteiligung
- Jugendbeteiligung ernst nehmen und ausbauen
- Räume und Angebote für junge Menschen schaffen
- Beteiligungsformate bei wichtigen kommunalen Projekten
- Transparente Informationen auch über digitale Kanäle
Unser Versprechen
Wir stehen für eine Politik, die zuhört, anpackt und umsetzt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir unsere Gemeinde verantwortungsvoll gestalten.